Wiedereingliederung nach Krankheit - was du wissen solltest 1

Wiedereingliederung nach Krankheit - was du wissen solltest

Wiedereingliederung nach Krankheit - was du wissen solltest

Ist ein Arbeitnehmer aus gesundheitsbedingten Gründen über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig, kann die Rückkehr an den Arbeitsplatz eine Herausforderung sein. Eine Wiedereingliederung ist in diesem Fall eine hilfreiche Unterstützung. Welchem Zweck sie dient und was es bei der Durchführung aus Arbeitgebersicht zu beachten gilt, erfährst du in diesem Beitrag.

Wiedereingliederung Nach Krankheit

Inhaltsverzeichnis

Wiedereingliederung nach Krankheit - was du wissen solltest 2
Dieser Artikel wurde geschrieben von Sina

Sina ist Projektmanagerin und verantwortlich für die Unternehmenskommunikation bei der Prämie Direkt GmbH. Als Spezialistin im Bereich Kundenbindung, Neukundengewinnung und Bestandskundenentwicklung verbessert sie Ihr Beziehungsmanagement maßgeblich.

Begeistert? Teile diesen Beitrag!

Was ist eine Wiedereingliederung nach Krankheit?

Bei einer Wiedereingliederung handelt es sich um eine rehabilitativ-therapeutische Maßnahme, die auch als Hamburger Modell bekannt ist. Sie dient dazu, Arbeitnehmer nach längerer Krankheit schrittweise wieder an die Berufstätigkeit heranzuführen. Dies geschieht unter der Leitung des behandelnden Arztes und in Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit der betroffenen Person.

Die stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell ist nicht mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) zu verwechseln. Letzteres muss ein Arbeitgeber anbieten, sofern der Mitarbeiter in 12 Monaten mehr als sechs Wochen am Stück oder mit kurzen Unterbrechungen krankgeschrieben ist. Diese Pflicht ist in § 167 SGB IX gesetzlich verankert. Beim Hamburger Modell handelt es sich hingegen um eine freiwillige Maßnahme, die der Arbeitgeber ablehnen kann.

Ein weiterer Unterschied zwischen dem Hamburger Modell und dem BEM besteht in Bezug auf die Krankenversicherung. Die stufenweise Wiedereingliederung kommt nur für gesetzlich versicherte Personen infrage, während das BEM auch für privat versicherte Arbeitnehmer anwendbar ist. Aber: Die zwei Varianten sind kombinierbar. So ist es in der beruflichen Praxis üblich, das Hamburger Modell als eine von mehreren Maßnahmen in das BEM zu integrieren.

Grundlagen und Voraussetzungen für eine stufenweise Wiedereingliederung

Die Rechtsgrundlage für die Wiedereingliederung nach Krankheit bildet § 74 Sozialgesetzbuch (SGB) V. Für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen besteht eine ähnliche Regelung in § 28 SGB IX. Aus dem Gesetzestext gehen die folgenden Voraussetzungen für die Anwendung der Maßnahme hervor:

Bei dem behandelnden Arzt kann es sich um den Hausarzt, einen Arzt im Reha-Zentrum oder den Betriebsarzt handeln.

Wann und warum braucht man eine Wiedereingliederung?

Eine stufenweise Wiedereingliederung ist für Arbeitnehmer gedacht, die nach längerer Erkrankung ihre vorherige Tätigkeit allmählich wieder aufnehmen möchten. Der gesundheitsbedingte Ausfall kann hierbei auf eine körperliche oder psychische Krankheit zurückgehen.

Aus diesen Gründen ist eine stufenweise Wiedereingliederung sinnvoll: