Wie werden Prämien versteuert?

44-Euro-Sachbezug erklärt

Arbeitgeber nutzen Prämien sehr gerne als variablen Spielraum für das Monats bzw. Jahresgehalt. Sie setzen dieses Instrument ein um zielgerichtete Anreize für ein gewisses Maß an Mehrleistung der Arbeitnehmer zu pushen.

Oftmal hält die Freude der Mitarbeitern nur kurz an. Spätestens beim Öffnen der Gehaltsabrechnung werden Sie auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und Ihnen wird bewusst, dass die ausgezahlte netto Prämie geringer ausfällt, als erhofft. Bei den meisten Mitarbeitern bleibt der Frust über die hohen Steuerzahlungen zurück und der geplante Pluspunkt zum Thema Mitarbeitermotivation bleibt aus.

Wie werden Prämien versteuert ? Wie war das noch gleich mit dem 44-Euro Sachbezug und der Gesetzesänderung? Welche steuerfreien Sachbezüge sind zulässig?

Wir gehen auf all diese Fragen ein und zeigen Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten.

Prämien und Steuern – wie funktioniert das?

Prämienzahlungen erhöhen das Gesamtbruttogehalt, welches die Grundlage zur Berechnung von Steuern und Sozialabgaben ist.
Steuerlich gesehen erhält der Arbeitnehmer, Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit, welche dem Lohnsteuerabzug unterliegen. Allerdings werden Prämienzahlungen bei der Ermittlung der einzubehaltenden und abzuführenden Lohnsteuer nicht als laufender, sondern als sonstiger Bezug von Arbeitslohn berücksichtigt.  Dies hat zur Folge, dass die Steuerbelastung für Prämienzahlung höher ist, da sich keinerlei Steuerabzüge auf die Summe anwenden lassen.

Beispielberechnung für eine Prämienauszahlung über das Entgeld

Laufender Arbeitslohn Barprämie Jährlicher Arbeitslohn
Gesamtbrutto 3.000,00 € 528,00 € 36.528,00 €
– Steuerabzug – 428,41 € 147,84 € – 5.288,76 €
– Abzug Sozialversicherungsbeiträge – 600,75 € – 105,81 € – 7.314,81 €
= Nettoverdienst 1.970,84 € 274,35 € 23.924,43 €

Wie funktioniert der 44-Euro Sachbezug?

Der steuerfreie Sachbezug ist eine attraktive und vor allem günstige Alternative bei dem sowohl Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer weder Steuern noch Sozialabgaben zahlen müssen. Beim steuerfreien Sachbezug hat der Arbeitgeber die Möglichkeit seinen Arbeitnehmern eine Zuwendung in Höhe von bis zu 44,- Euro zukommen zu lassen. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass es ausschließlich eine Sachleistung sein darf.

Beispielberechnung für die Gewährung eines steuerfreien Sachbezugs

Laufender Arbeitslohn mtl. Prämie als Sachbezug Jährlicher Arbeitslohn
Gesamtbrutto 3.000,00 € 44,00 € 36.528,00 €
– Steuerabzug – 428,41 € – 0 € – 5.140,92 €
– Abzug Sozialversicherungsbeiträge – 600,75 € – 0 € – 7.209,00 €
= Nettoverdienst 1.970,84 € 44,00 € 24.178,08 €

Das Plus im Vergleich zur Barprämie:

253,65 €

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Gesetzesänderung zu steuerfreien Sachbezügen im Januar 2020

Ende November 2019 wurde eine Gesetzesänderung verabschiedet, welche die Umfänge und Möglichkeiten des steuerfreuen Sachbezugs deutlich einschränkt.

Folgende Regelung wurde im Beschluss festgehalten:
(Bundesrat Drucksache 552/19 (Beschluss), S.10):

„§ 8 wird wie folgt geändert:

  1. a) Dem Absatz 1 werden die folgenden Sätze angefügt:

‚Zu den Einnahmen in Geld gehören auch zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten. Satz 2 gilt nicht bei Gutscheinen und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes erfüllen.‘“.

Was bedeutet dies genau und welche Leistungen fallen ab dem 01.01.2020 weiterhin unter den steuerfreien Sachbezug?*

*Wir weisen darauf hin, dass PRÄMIE DIREKT keine steuerliche Beratung und keinerlei Haftung für Anwendbarkeit von steuerlichen Vergünstigungen übernimmt. Bitte kontaktieren Sie Ihren Steuerberater für weitere Informationen.

Welche Prämien fallen 2020 weiterhin unter den steuerfreien Sachbezug?

Welche Prämien funktionieren nicht (mehr)?

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2020-04-29T12:19:17+02:00